Dienstag, 21. Mai 2013

Bitte nicht anfassen!

Dot not touch
Heute morgen beim Einkaufen ist mir etwas passiert, das mich zu diesem Artikel veranlasst hat. Es war nur eine Kleinigkeit, die aber eine große Wirkung hatte.

Ich stand an der Kasse, als sich von hinten ein älterer Herr an mir vorbeidrängelte. Ihr wisst wie eng es dort immer ist und er tat das ohne mich anzusprechen. Er fasste meinen Ellbogen und schob mich zur Seite.

Auch ich berühre bei meiner Arbeit Frauen und Kinder. Aber es ist so ein großer Unterschied, ob ich vorher um Erlaubnis bitte! Hätte der Mann mich angesprochen, hätte ich gerne Platz gemacht. So war es einfach unangenehm.

Beobachtet mal Euch selbst beim Umgang mit Euren Kindern: wie oft macht Ihr einfach etwas mit Ihnen? Schnell die Jacke anziehen, schnell mit dem Waschlappen durch das Gesicht....
Nehmt Euch die Zeit, mit den Babys zu sprechen. Sagt Ihnen, was Ihr vorhabt, was als nächstes kommt. "Jetzt nehme ich den Waschlappen , es kann frisch werden. Huh, das gefällt dir aber gar nicht.... ich warte bis du so weit bist."

Gerade bei der Pflege soll das Kind sich wohlfühlen. Wenn Ihr Euch die Zeit nehmt und auf seine Signale achtet, werdet Ihr merken wie es kooperiert. Die langsamen, achtsamen Bewegungen sind für die Säuglinge wichtig. Wiederkehrende Routinen geben Sicherheit und strukturieren den Ablauf.

Der gute Mann heute morgen hat es sicher nicht böse gemeint, aber in mir ganz viel ausgelöst!


1 Kommentar:

  1. Ohjaaa....

    Ganz unangenehm sind mir da auch ältere Damen in Erinnerung, die ungefragt meine Kinder angefasst haben.

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