Donnerstag, 20. September 2012

Geburtsgeschichte Marlon

Heute gibt es eine Geburtsgeschichte der "anderen Art". Zum einen berichtet ein Vater: Thomas Scholtyssek, zum anderen ist es eine schwierige Geburt, mit gutem Ausgang. Wer schwache Nerven hat liest bitte nicht weiter!
Thomas hat seine Erfahrungen als (werdender) Vater in seinem Buch  zusammengefasst.


Schwangerschaft, HELLP-Syndrom, Elternzeit und Milchzähne – damit kenne ich mich mittlerweile gut aus. Hinter mir und meiner Frau liegen turbulente Erlebnisse, die ich in dem Buch „Achterbahn zum ersten Milchzahn-Vater werden- mein Abenteuer mit Happyend“ zusammengefasst- und im Sankt Ulrich Verlag veröffentlicht habe. Wie der Titel schon verrät, in nachhinein gesehen, ist Alles gut ausgegangen. Zum Glück.
Unsere Erlebnisse rund um die Geburt unseres Sohnes Marlon sowie dessen erstem Lebensjahr waren streckenweise dramatisch, dann zunehmend humorvoller und schließlich wie bei jeder normalen Familie.
Ein Schock für uns als Familie war die damalige plötzliche Erkrankung meiner Frau, die an dem so genannten Hellp-Syndrom erkrankte. Diese schlimmste Form einer Schwangerschaftsvergiftung ist leider immer noch relativ unbekannt, insofern versuche ich immer wieder (auch durch meine Bücher) darauf aufmerksam zu machen. Die Krankheit, die im Schnitt bei 150 bis 300 Schwangerschaften einmal auftritt, geht einher mit einem sehr hohen Blutdruck und einer Leberfunktionsstörung, die tödlich verlaufen kann sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind.
Man malt sich schon aus, wie schön es sein könnte, bei der Geburt dabei zu sein – sie zu erleben- und dann wird man von so einer Situation quasi überrollt und alles ist ganz anders“.
In den meisten Fällen wird beim Auftreten eines HELLP Syndrom ein Kaiserschnitt durchgeführt – durch den auch Marlon in der 32. Schwangerschaftswoche vorzeitig das Licht der Welt erblickte. Das Problem ist halt nur, diese Vergiftung auch zu erkennen, denn die Symptome ähneln zumindest zuerst dem einer gewöhnlichen MagenDarm Erkrankung. Wer ausführliche Informationen sucht, dem kann ich unbedingt die Arbeitsgemeinschaft Gestose-Frauen e.V. ans Herz legen:
Hier der Link: Was ist HELLP?
Als es meiner Frau nach einigen Wochen besser ging und sie aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte, musste Marlon weiterhin wegen eines Lungenrisses im Krankenhaus verbleiben. Wieder keine einfache Situation für uns Eltern, sein frischgeborenes Kind zurücklassen zu müssen. Als Frühchen Marlon dann etwas später endlich entlassen werden konnte, waren zu allem Überfluss bestellte und dringend benötigte Möbel wie der Wickeltisch etc. natürlich noch nicht da. Man kann sagen, diese nicht erwartete Gesamtsituation hat unser Leben gerade zu Anfang sehr belastet und völlig durcheinander gewirbelt. Mittlerweile hat sich Alles normalisiert und ich freue mich, dass im Oktober dieses Jahres das Nachfolgebuch „Milchzahn der Zweite- Jetzt rede ich“ veröffentlicht wird.

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