Donnerstag, 27. September 2012

Claras Geburt

Heute lest Ihr den Geburtsbericht von Stephanie. Sie ist Mutter von vier Kindern. Mehr aus dem Leben Ihrer Familie findet Ihr auf Ihrem Blog: kleinesfamilienunternehmen Vom 3.- 7. Oktober findet dort eine Blogparty statt, an der Ihr Euch beteiligen könnt, wenn Ihr mehr als drei Kinder habt.

Jetzt aber Claras Geschichte:


 Clara ist unser viertes Kind.
Die drei Geburten davor waren relativ schnell und unkompliziert. Die dritte Geburt war sehr schnell und sehr heftig – zwei Stunden Wehen, davon eine halbe Stunde im Kreißsaal. Von 7 auf 10 cm Muttermundöffnung in einer Viertelstunde – das sind nicht nur effektive, sondern auch sehr schmerzhafte Wehen. Zunächst bekam ich beim Gedanken an eine weitere Geburt leichte Panik – würde es noch schneller gehen? Würden wir es ins Krankenhaus schaffen? Würde ich es schaffen mit den Wehen mitzugehen, oder würden mich die Schmerzen überrollen?
Kurz habe ich über eine Hausgeburt nachgedacht, aber mein Mann hat ein zu großes Sicherheitsbedürfnis…


Unsere Älteste kam genau am errechneten Termin zur Welt. Unser Sohn und Tochter Nr. 2 einige Tage vor dem Termin. So hatte ich mich diesmal auch darauf eingestellt, dass die kleine Maus ein paar Tage früher als geplant kommen würde. Aber Clara hatte da ihren eigenen Kopf! Sie kam nicht vor dem Termin und sie kam auch nicht am Termin! Die letzten Tage der Schwangerschaft waren sehr anstrengend und so ging ich etwas genervt ins Bett.

Um kurz nach eins, direkt in der Nacht nach dem errechneten Termin bin ich wach geworden. 
Wie meistens tat mir alles weh und ich konnte nicht wieder einschlafen, musste aber immer wieder zur Toilette, weil die Kleine so auf die Blase drückte. Gegen halb zwei hatte ich dann die ersten Wehen, aber sehr kurz und nicht sehr schmerzhaft. Trotzdem habe ich meinen Mann geweckt und er hat mal lieber meine Mutter angerufen, die ja bei den Kindern bleiben sollte. Als sie kurz nach drei da war, waren die Wehen etwas schmerzhafter, aber noch in unregelmäßigen Abständen. Zu diesem Zeitpunkt war mir klar, dass es jetzt los geht. Und ich merkte, dass diese Geburt wohl nicht ganz so schnell und heftig werden würde.

Den Weg zum Krankenhaus und bis in den Kreißsaal haben wir gut geschafft. Dort haben wir erst mal noch ein CTG geschrieben, das mir gar nicht gefiel weil alles so unregelmäßig war. Dann haben wir einen Ultraschall gemacht und dann wurden die Wehen langsam etwas regelmäßiger. 
Ich bin im Kreißsaal auf und ab gelaufen und mein Mann durfte mich immer wieder mit dem Geburtsöl massieren. Die Wehen habe ich an der Sprossenwand hängend veratmet – erfahrungsgemäß für mich die angenehmste Position.

Wir hatten eine ganz tolle Hebamme dabei, die uns gut eingeschätzt und ziemlich in Ruhe gelassen hat. Einmal hat sie den Muttermund überprüft (kurz nach dem Ultraschall glaube ich), da waren wir bei 5 cm. Fand ich gar nicht gut....;-) aber es entsprach meinem Gefühl. Spätestens an diesem Punkt frage ich mich immer wieder, ob ein Kaiserschnitt nicht doch eine gute Idee wäre…

Naja, die Wehen kamen jetzt sehr regelmäßig, wurden immer heftiger. Ich habe mich weiterhin an die Sprossenwand gehangen.
Dann habe ich meinen Mann die Hebamme holen lassen und noch ein paar Wehen weiter waren wir wohl in der Übergangsphase - ich fing nämlich an ein bisschen 'rumzuschimpfen.... (aber wirklich nur ein bisschen!)

Zwei der drei Geburten die ich zu diesem Zeitpunkt schon hinter mir hatte waren in aufrechter Position gewesen: Kniend, auf dem hochgestellten Kopfteil des Kreißsaalbettes gestützt. So hatte ich es auch diesmal geplant.

Und dann hatte ich so das Gefühl, ich sollte mich allmählich mal aufs Bett begeben... kaum war ich drauf kam eine wahnsinnig heftige Wehe, die Fruchtblase platzte und mit der nächsten Wehe lag sie da! 
Unser süßes, kleines Wunder! (es war übrigens 4:44 Uhr)

Dann haben wir zwei Stunden gekuschelt - ohne Messen, Wiegen oder Anziehen - das war schön! Nur kuscheln und schonmal ein bisschen stillen. Wir wurden fast ganz in Ruhe gelassen. Eine wunderschöne Erfahrung!

Die nette Ärztin hat es zur Geburt übrigens nicht in den Kreißsaal geschafft  - und die Hebamme hat mir „beim nächsten Mal“ eine Hausgeburt vorgeschlagen…



Kommentare:

  1. Ich kenne da eine Hebamme, die auch bei Euch in der Nähe Entbindungen betreut ;-))

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  2. Mail mir doch mal den Namen - aber nur interessehalber! Eigentlich kann man sich hier im Kreisssaal auch ganz wohlfühlen...

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