Donnerstag, 19. Juli 2012

AKF- Kaiserschnittkampagne

Quelle: AKF
In den letzten 20 Jahren hat sich die Kaiserschnittrate in Deutschland verdoppelt. Wurden 1991 noch 15% der Kinder durch den Bauch geboren, sind es heute gut 30%.
Auch ich als Doula erlebe einen Anstieg der Kaiserschnitte.
Versteht mich nicht falsch, es gibt Moment, da ist es ein Segen, dass Mutter und Kind gerettet werden können. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass es eine große Bauch-OP ist, die nur bei medizinischer Notwendigkeit durchgeführt werden sollte.

Heute möchte ich Euch die Kaiserschnittkampagne des Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. vorstellen.
Sie fordert:

  • die Förderung der Schwangerenbetreuung durch ein Team von Hebamme und FrauenärztIn,
  • die Anwendung von bereits existierenden guten Konzepten zur Geburtsvorbereitung für werdende Eltern,
  • Anreize für eine 1:1 Betreuung unter der Geburt (Ergänzung von mir: Doula)
  • die flächendeckende Einrichtung von Hebammenkreißsälen,
  • die verbesserte Zusammenarbeit zwischen ÄrztInnen und Hebammen ambulant und stationär,
  • einen Schwerpunkt „natürliche Geburt“ im Studium und in der Facharztweiterbildung sowie Festlegung einer Anzahl an zu beobachtenden physiologischen Geburten,
  • die verpflichtende Etablierung von klinikinternen Fallkonferenzen unter Einbeziehung von GynäkologInnen und Hebammen,
  • die Förderung wissenschaftlicher Evaluierung von geburtshilflichen Verfahrensweisen,
  • die Erarbeitung von Konzepten, die Anreize schaffen, Kliniken zu einer Veränderung der bestehenden Praxis zu bewegen, z.B. Qualitätskontrollen mit nachfolgender Beratung der Krankenhäuser mit überhöhter Kaiserschnittrate,
  • die Information der werdenden Eltern über unabhängige Beratungsangebote bezüglich Kaiserschnitt und den Folgewirkungen.
Auf der oben verlinkten Homepage könnt Ihr die Petition direkt online unterzeichen.

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