Dienstag, 19. Juni 2012

Wehenschmerz

Am Wochenende habe ich mich in einer Runde angehender Doulas mit dem Thema Wehenschmerz auseinandergesetzt.
Nach einer Enstpannungsübung, bei der wir uns zuerst an den schlimmsten Schmerz, den wir je hatten, erinnert haben und danach an die Geburtschmerzen gedacht haben, sollten wir diese Empfindungen mit Farben und Bildern ausdrücken.
Ganz interessant war dabei, dass die Farbwahl bei uns allen sehr ähnlich war. Während die Schmerzen allgemein als etwas unangenehmes, kaltes und dunkles wahrgenommen wurde, erschien der Geburtsschmerz in angenehmen, lebendigen Farben.

Der Wehenschmerz ist von der Geburt wirklich weise angelegt, denn er bringt uns in Bewegung (wer kennt das nicht: wir schneiden uns in den Finger und hüpfen erstmal durch die Gegend und machen lustige Geräusche). Die Bewegung sorgt für eine gute Durchblutung der arbeitenden Gebärmutter. Viele Frauen nehmen dadurch ausserdem eine Position ein, die dem Voranschreiten der Geburt nützt.
Zusätzlich sorgt der Schmerz dafür, dass im Körper bestimmte Hormone ausgeschüttet werden. Diese sind zum einen körpereigene Schmerzmittel, aber auch Hormone, die die Gebärmutter bei den Kontraktionen unterstützen.

Es gibt auch eine Menge Möglichkeiten die Wehende bei der Schmerzverarbeitung zu unterstützen: bewusst Atmen, Tönen, Entspannung in den Wehenpausen, heiße/kalte Kompressen, Massagen.....

Bei der medikamentösen Schmerzbehandlung solltet Ihr im Kopf behalten, dass dadurch das feine Zusammenspiel der Hormone gestört wird. Manchmal kann es natürlich nötig sein, keine Frage!! Aber es sollte eine Einzelfallentscheidung bleiben und keine generelle Empfehlung. Informiert Euch im Vorfeld gut über die Risiken!

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