Samstag, 5. Mai 2012

Worte

In der letzte Zeit fällt mir auf, wie unbedacht wir manchmal reden. Was wir sagen ist manchmal so unpassend!

Mein Sohn hatte letzte Woche einen Unfall (nur Blechschaden!). Beim Telefonat mit dem Sachbearbeiter der Versicherung sagt dieser ständig: "Gut, gut." "Nein, das finde ich gar nicht gut! Ich finde es ziemlich schlimm, dass mein Sohn einen Unfall hatte!"

Bei einer Geburt empfing uns die Hebamme an der Tür mit den Worten: "Was willst Du denn hier?!" Ja, was will man wohl mit Wehen an der Kreisssaaltür???

Gestern nannte ich im Kurs die Mütter immer "Muttis", bis mir irgendwann das  Zitat aus "Adelheid und ihre Mörder" durch den Kopf ging: "Sag nicht immer Muddi zu mir!"

Ich ertappe mich auch oft bei unbedachten Äußerungen, aber meine Arbeit lehrt mich wirklich vorsichtig zu sein. Einfach mal nachdenken und dann den Mund aufmachen. Es ist so wichtig sich in den anderen hineinzuversetzen und zu verstehen, was meine Worte auslösen können!

Da ist vielleicht die Frau, die eine ganz schwere Geburt hatte und sie kriegt von einer anderen Frau vorgeschwärmt wie toll deren Geburt war....
Da ist die Mutter, die sich alle Mühe gegeben hat ihr Kind zu stillen, die wirklich gekämpft hat, unter Tränen die erste Flasche gegeben hat und die von einer anderen angemacht wird, dass "Stillen doch das Beste sei..."

Ich wünsche Euch viele positive Worte!

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