Montag, 20. Februar 2012

Geschwisterliebe

Gestern habe ich mitbekommen wie mein Jüngster sich mit seinen Freunden unterhalten hat. Es ging um seine großen Brüder (8 und 5 Jahre älter). "Ich habe einen großen großen und einen kleinen großen Bruder" Die Liebe, die in diesen Worten steckte, hat mir eine Gänsehaut verursacht.
Natürlich gibt es bei 4 Kindern auch Zoff und mal kann der eine mit dem besser und mal der andere mit jenem, aber wenn es hart auf hart kommt, würden sie schon zusammen halten. Mir als Mutter gefällt das gut! Und so eine Beziehung ist doch ein echter Grund für Kinder zu werben.
Kinder tun sich untereinander echt gut. Das Kompetenzgerangel ist ein gutes Übungsfeld, um später im Leben klar zu kommen. Die Kleinen lernen von den Großen und müssen sich auch mal behaupten. Die Großen lernen Verantwortung für die Kleinen wahrzunehmen.

Mein Sohn hat 3 Freunde, mit denen er sehr viel zusammenmacht. Sie kennen sich seit der Grundschule und auch der Schulwechsel auf die höhere Schule hat an der Intensität der Beziehungen nichts verändert. In den letzten Jahren haben sie so viel voneinander gelernt. Sie sind konfliktfähiger geworden, können sich streiten ohne sich gleich an die Gurgel zu gehen. Zusammen haben sie viel Phantasie und Spaß.

Auch meine großen Kinder haben Freunde, die sie schon seit Jahren begleiten. Der Umgangston ist manchmal rauh (wie das in dem Alter halt so ist), aber die Hilfsbereitschaft untereinander ist groß.

Und wenn ich dann so nachdenke, wird mir bewusst: So falsch können wir unseren Job als Eltern nicht gemacht haben! 


1 Kommentar:

  1. Auch unserem hat der kleine Bruder sehr gut getan - und wenn irgendjemand es wagt, seinem Joni etwas zu tun, dann wird er fuchsteufelswild... DAS IST MEIN BRUDER sagt er dann und stellt sich vor den Kleinen -
    und der Kleine... der ist so offen und herzlich mit anderen Kindern, wie es sein Bruder nie war - er braucht keine Zeit zum Ankommmen, sondern stiefelt los und hat seinen Spaß :-)

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