Dienstag, 22. November 2011

"Die Welt mit Kinderaugen sehen" - Anna Wahlgren


Ich hatte mich sehr auf dieses Buch der 9fachen Mutter und vielfachen Oma Anna Wahlgren gefreut.
Doch beim Lesen des Buches beschlich mich mehr und mehr ein unangenehmes Gefühl.

Geschrieben ist es im Interviewstil. Im ersten Teil des Buches berichtet Frau Wahlgren von ihrer schweren Kindheit. Trotz (oder wegen?) ihrer Vergangenheit hat sie eine große, gesunde Familie gegründet. Dabei hat sie viel intuitives Wissen mitgebracht und ihre Kinder so aufgezogen wie sie es für richtig hielt.
Tief beeindruckt hat mich, dass sie nach persönlichen Rückschlägen immer wieder aufgestanden ist und weiter gemacht hat.
Ein Satz, der immer wieder auftaucht, gefällt mir besonders gut: „Die Welt muss klein sein, bevor sie groß werden kann“
Im Gesprächsstil plaudert Frau Wahlgren über Kindererziehung von der Wiege bis zur Pubertät.

Je mehr ich las, desto mehr beschlich mich das Gefühl, dass hier doch wieder nur Methoden weitergegeben werden. „Ihr müsst das so und so machen, bei mir hat es auch geklappt!“ Dabei empfinde ich Anna Wahlgrens Aussagen als sehr absolut und belehrend.
Ihre Ansichten bezüglich Kinderkrippen, Impfen und SIDS sind sehr starr.

Mein Fazit: Ich würde dieses Buch jungen Eltern nicht weiterempfehlen. Viele Aussagen bewirken meiner Meinung nach eher Unsicherheit, als Aufklärung. Gerade zu den Themen Kleinkindbetreuung und Impfen gibt es keine allgemeingültige Wahrheit.

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