Mittwoch, 28. September 2011

Vater werden ist nicht schwer....

...Vater sein dagegen sehr
Ein bekanntes Zitat von Wilhelm Busch und doch denke ich, dass er irrt. Auch Vater werden kann schwer sein.
Gestern habe ich eine Werbung für ein neues Automodell gesehen. Diese Werbung bestand darin einen Geburtsvorbereitungskurs mit vertauschten Rollen zu zeigen. Die Männer gehen mit dem Auto schwanger, während die Frauen sie begleiten. Schade, dass hier tief in die Klischeekiste gegriffen und ein wichtiges Thema karikiert wird.
Vorbereitung ist für werdende Väter wichtig! Allerdings mag es nicht damit getan sein, die Partnerin zur Geburtsvorbereitung zu begleiten. Zumal diese Kurse ja von Kusleiterinnen gehalten werden.
Wieviel wichtiger ist doch ein männlicher Ansprechpartner! Einer, der das gleiche erlebt hat.

Einen schönen Artikel dazu habe ich in der Berliner Morgenpost gefunden. Ein Zitat daraus:

Vater werden wird, so viel steht am Ende des Abends fest, nicht einfacher. Früher war es genug, wenn der Vater das Geld nach Hause brachte. Doch während, gesellschaftlich absolut toleriert, in Wirtschaftswunderzeiten ein Kind für den Vater erst dann interessant wurde, wenn es zum ersten Mal gegen einen Ball trat, so wird den modernen Vätern mehr abverlangt. Sie sollen Versorger sein und zärtlicher Partner, der die Frau auch dann begehrt, wenn sich der Körper verformt. Allzeit bereiter Ansprechpartner, der Probleme antizipiert und auf Wünsche eingeht, bevor sie ausgesprochen werden, und begeisterter Vater, der Babyvorbereitungskurse absolviert. Das klingt kompliziert - und ist es auch. Aber manchmal reicht eben schon ein gutes Gespräch, um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.
Die Gesellschaft für Geburtsvorbereitung geht seit letztem Jahr auch diesen Weg. Sie bildet Väterbegleiter aus, die werdende und junge Väter mit einem Kursangebot begleiten. Nähere Informationen dazu gibt es hier.  Mit ganz viel Leidenschaft berichtet der Passionpapa darüber und teilt seine Erfahrungen auf seinem Blog
Vor allem die Auseinandersetzung mit seiner eigenen Rolle in der Familie oder eben auch während der Schwangerschaften und Geburten aber auch mit der Bedeutung, die der eigene Vater für einen Vater hat, war sehr lehrreich, beeindruckend und Augen öffnend.
 Ich als Familienbegleiterin und Doula spanne auch gerne meinen Mann mit ein. Im Kontakt und Austausch mit den Vätern hat er einfach das besser "Händchen".
Mein Appel an Euch Männer: Sucht Euch einen entsprechenden Kurs und wo das nicht gelingt, wenigstens einen guten Freund, der Euch versteht!!

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