Freitag, 20. Mai 2011

Die Geburt - Übergangsphase

Quelle: photoxpress.com
Nachdem du einige Stunden Wehen hinter dich gebracht hast, ist es so weit : der Muttermund ist fast vollständig geöffnet. Du wirst merken, dass die Kontraktionen sich verändern. Sie werden stärker und unregelmäßiger. Der Druck auf den Damm ist stark und es kann sein, dass du das Gefühl hast dringend zur Toilette gehen zu müssen.
In der Übergangsphase verändern sich die Hormone, die auf dich Einfluss nehmen. Es wird vermehrt Adrenalin ausgeschüttet. Dieses sorgt später dafür, dass du die Kraft hast dein Kind in die Welt zu schieben.
Diese Zwischenzeit ist für viele Mütter schwer auszuhalten. Das ist ganz normal und liegt an dieser Hormonumstellung. Ich weiß noch, dass ich in diesen Zeiten sehr unwirsch war und das ist noch nett ausgedrückt!
Es kann sein, dass du deinen Atemrhythmus verlierst. Es kann sein, dass du keine Lust mehr hast und nach Hause gehen möchtest ("Kriegt doch Euer Kind alleine!"). Es kann sein, dass du lautstark nach einer PDA verlangst und wenn sie dir verweigert wird, weil das Kind bald kommt, wirst du es nicht glauben ("Ihr lügt doch alle!").
Ich als Doula weiß in diesen Momenten, dass es nur noch eine kleine Weile braucht und dann wird das Kind geboren werden.
Für die Begleiter ist es ganz wichtig jetzt nichts persönlich zu nehmen! Habt Geduld, es ist bald geschafft. Beobachtet Eure Frau und wenn Ihr merkt, dass sie sich verspannt, dann streichelt die Verspannungen weg. Wischt mit einem feuchten Lappen das Gesicht ab, die meisten Frauen beginnen in dieser Phase stark zu schwitzen.
Atmet mit, wenn sie den Rhythmus verliert. Bittet sie Euch in die Augen zu schauen, dass wird ihr helfen sich wieder zu fokussieren.
Hilf ihr in eine Position, die ihr gut tut. Vielleicht mag sie sich auf die Seite legen oder den Vierfüßlerstand einnehmen, damit der Druck auf den Damm geringer wird.
Und nicht vergessen: es dauert nicht mehr lange!!


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