Mittwoch, 9. Februar 2011

Mütter begleiten

Manch einer fragt sich vielleicht, was eine Doula so macht. Darum will ich heute ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

Meine Dienstleistung ist leider noch sehr unbekannt in unseren Breiten. Dabei handelt es sich um eine uralte Tradition. Schon immer haben  Mütter werdende Mütter begleitet. Sie waren zusätzlich zur Hebamme an der Seite der Gebärenden.

Was wir Doulas alle gemeinsam haben ist unsere Überzeugung, dass eine Geburt selbstbestimmt sein soll. Jede Frau soll wählen wie und wo sie ihr Kind auf die Welt bringt. Wir begleiten diesen Prozess, indem wir zuhören, was der Schwangeren wichtig ist und ihr mit unseren eigenen Erfahrungen zur Seite stehen.

Darüber hinaus bietet jede Doula ein Repertoire an Vorbereitungen auf die Geburt. Das können Atem-oder Körperübungen sein, Massagen oder auch Rituale. Das hängt vom Angebot der Begleiterin und den Wünschen der Schwangeren ab.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht natürlich die Begleitung der Geburt. Von Beginn der Wehen bis zum ersten Kennenlernen des Kindes, stehen wir der Gebärenden kontinuierlich zur Seite, wir unterliegen keinem Schichtdienst. Während der geburt sorgen wir für eine Atmosphäre, in der sich das Paar wohlfühlt. Wir laufen Gänge auf und ab, wir halten, wir massieren oder ziehen uns auch zurück, wenn es gewünscht wird. Die Wünsche der Frau haben oberste Priorität. Dabei wissen wir alle selbst worum es geht, denn eine Doula ist auch selber Mutter und kennt die Erfahrung einer Geburt.

Im Wochenbett bietet die Doula Dienstleistungen an, ist zu Gesprächen und zur Reflektion des Geburtserlebnisses bereit und bietet Massagen an.

Ziel unserer Begleitung ist es, dass eine werdende Mutter; ein werdendes Paar die Geburt als einzigartigen und positiven Moment ins Erinnerung behält, unabhängig von den Umständen!

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