Dienstag, 8. Februar 2011

Eltern werden

Heute wird meine Tochter 18. Sie ist ja schon die zweite, die diese wichtige Hürde überschreitet.... Ein bisschen Wehmut kommt auf, wenn ich an die Nacht denke, in der sie geboren wurde. So klein und pummelig und niedlich.... Wo ist die Zeit nur hin?
So viele Jahre, in denen ich auch mit meinem Mann ein Team in Sachen Erziehung bin. Sicher haben wir nicht alles richtig gemacht, aber das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.
Es ist gar nicht so einfach gemeinsam Eltern zu sein. Verschieden Denk-und Sichtweisen prallen aufeinander. Beide kommen aus verschiedenen Elternhäusern, bringen andere Werte und Vorstellungen in Sachen Familie und Eltern sein mit.
Wenn ich überlege, warum es bei uns funktioniert hat, warum wir immer noch ein glückliches Paar sind, stelle ich fest, dass es an zwei wichtigen Punkten gelegen hat:

  1. Wir haben versucht neben unserer Rolle als Eltern auch Partner zu bleiben.
    Für mich gibt es nichts schlimmeres als wenn sich Eltern mit Mutti und Vati anreden. Vielleicht irre ich mich, aber es hört sich für mich nach einer langweiligen Beziehung an, die sich nur über die Kinder definiert. Und was wenn die Kinder dann aus dem Haus gehen? Was bleibt dann?
    Mein Geheimtipp: Nehmt euch einmal die Woche bewusst einen Abend Zeit füreinander. Geht aus, lest ein Buch zusammen, schaut einen Film, trefft Freund... was auch immer, aber macht etwas ohne Kind! Die Steigerung wäre an dem Abend auch nicht über die Kinder zu sprechen, aber das verlangt echt Disziplin....
    Ich als Frau brauche diese Qualitätszeit mit meinem Mann, um mich ihm nah und verstanden zu fühlen.
  2. Wir haben immer wieder das Gespräch miteinander gesucht, um an einem Strang zu ziehen.
    Es ist einfacher in Konfliktsituationen auszuweichen, dem anderen die Schuld zu zuschieben und auf seiner Meinung zu beharren. Konstruktiver ist es allerdings miteinander zu reden, den Standpunkt des anderen verstehen zu wollen und gemeinsam zu einer Lösung zu kommen.
    Manchmal ist es auch „überlebenswichtig“, wenn die Kinder z.B. in dem Alter sind, in dem sie versuchen die Eltern gegeneinander auszuspielen. Übel, wenn man da nicht miteinander redet....

Wahrscheinlich kann man diese Liste noch ergänzen, aber mir sind diese beiden Punkte besonders wichtig. Und wie vieles im Leben, braucht es Zeit und Geduld bis sich die guten Angewohnheiten etablieren. Darum noch ein Tipp zum Schluss: fangt möglichst früh damit an, die Tipps umzusetzen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen